{"id":22,"date":"2025-09-11T00:11:00","date_gmt":"2025-09-11T00:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ki.designare.at\/2025\/09\/11\/kuendigung-waehrend-krankenstand\/"},"modified":"2025-09-11T00:11:00","modified_gmt":"2025-09-11T00:11:00","slug":"kuendigung-waehrend-krankenstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ki.designare.at\/en\/kuendigung-waehrend-krankenstand\/","title":{"rendered":"K\u00fcndigung w\u00e4hrend Krankenstand"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.squarespace-cdn.com\/content\/v1\/61b77b180fcd2350912e60cf\/4b547994-ca27-4bdb-9255-ac36b8fb135a\/kuendigung-krankenstand.jpg?format=original\" alt=\"\"\/><\/p>\n<div class=\"sqs-html-content\" data-sqsp-text-block-content>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\">Jobverlust trotz Krankenstand<\/h2>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Gleich am Anfang muss mit h\u00e4ufigen Irrt\u00fcmern aufger\u00e4umt werden:<\/p>\n<p class=\"\" data-rte-preserve-empty=\"true\" style=\"white-space:pre-wrap;\">\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Eine K\u00fcndigung im Krankenstand ist erlaubt. Es gibt daher kein K\u00fcndigungsverbot und folglich auch keinen K\u00fcndigungsschutz im Krankenstand f\u00fcr den Arbeitnehmer.<br \/>F\u00fcr eine K\u00fcndigung im Krankenstand ist auch kein Grund erforderlich. Eine Ausnahme besteht bei lediglich Vertragsbediensteten.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Trotz der K\u00fcndigung des Arbeitnehmers im Krankenstand muss der Arbeitgeber das Entgelt fortzahlen, bis der Arbeitnehmer entweder wieder gesund ist oder keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung mehr hat.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">K\u00fcndigungen im Krankenstand k\u00f6nnen, wie jede andere K\u00fcndigung auch, unter gewissen Voraussetzungen angefochten werden.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Unter gewissen Umst\u00e4nden kommt auch eine K\u00fcndigungsanfechtung wegen Behindertendiskriminierung in Betracht. Besonderheiten bestehen bei der K\u00fcndigung von beg\u00fcnstigt Behinderten.<\/p>\n<\/div>\n<div\n  class=\"sqs-block-button-container sqs-block-button-container--center\"\n  data-animation-role=\"button\"\n  data-alignment=\"center\"\n  data-button-size=\"medium\"\n  data-button-type=\"primary\"\n><br \/>\n  <a\n    href=\"\/en\/kontakt\/\"\n    class=\"sqs-block-button-element--medium sqs-button-element--primary sqs-block-button-element\"\n    data-sqsp-button\n><br \/>\n    Jetzt Anwalt kontaktieren<br \/>\n  <\/a>\n<\/div>\n<div class=\"sqs-html-content\" data-sqsp-text-block-content>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Ist eine K\u00fcndigung im Krankenstand erlaubt?<\/strong><\/h2>\n<p class=\"sqsrte-large\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Ja, eine K\u00fcndigung im Krankenstand ist erlaubt.<\/p>\n<p class=\"\" data-rte-preserve-empty=\"true\" style=\"white-space:pre-wrap;\">\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Es gelten dieselben Voraussetzungen wie bei jeder K\u00fcndigung:<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">F\u00fcr die K\u00fcndigung ist kein Grund erforderlich.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">K\u00fcndigungen k\u00f6nnen schriftlich und m\u00fcndlich erfolgen. Dabei ist aber zu beachten, dass manche Kollektivvertr\u00e4ge eine schriftliche K\u00fcndigung zwingend vorsehen.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">In Betrieben mit einem Betriebsrat muss der Arbeitgeber den Betriebsrat nach den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend einbinden.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Damit die K\u00fcndigung wirksam wird, m\u00fcssen \u201enur\u201c die K\u00fcndigungsfrist und der K\u00fcndigungstermin eingehalten werden. Weiters muss der Arbeitnehmer die K\u00fcndigung im Krankenstand tats\u00e4chlich erhalten. <\/p>\n<\/div>\n<style>\n      #block-57aaed3ec76bfa4f0fb9 {\n        box-sizing: border-box;\n        height: 100%;\n        padding: 6% 6% 6% 6%;\n        border-radius: 0px 0px 0px 0px;<\/p>\n<p>              --tweak-text-block-background-color: <\/p>\n<p>  hsla(0, 0%, 90%, 1)\n;<\/p>\n<p>      }\n    <\/style>\n<div\n  class=\"sqs-block-button-container sqs-block-button-container--center\"\n  data-animation-role=\"button\"\n  data-alignment=\"center\"\n  data-button-size=\"medium\"\n  data-button-type=\"primary\"\n><br \/>\n  <a\n    href=\"\/en\/online-gluecksspielverluste\/\"\n    class=\"sqs-block-button-element--medium sqs-button-element--primary sqs-block-button-element\"\n    data-sqsp-button\n><br \/>\n    Jetzt zur Beratung beim Anwalt f\u00fcr Gl\u00fccksspiel<br \/>\n  <\/a>\n<\/div>\n<div class=\"sqs-html-content\" data-sqsp-text-block-content>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Ich bin Arbeitgeber und habe einen Arbeitnehmer w\u00e4hrend des Krankenstandes gek\u00fcndigt. Muss ich das Entgelt fortzahlen? Wenn ja, wie lange?<\/strong><\/h2>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Ja, trotz der K\u00fcndigung des Arbeitnehmers im Krankenstand muss der Arbeitgeber das Entgelt \u00fcber den K\u00fcndigungstermin hinaus fortzahlen.<\/p>\n<p class=\"\" data-rte-preserve-empty=\"true\" style=\"white-space:pre-wrap;\">\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Diese Fortzahlungspflicht endet erst, wenn der Arbeitnehmer wieder gesund ist bzw. wenn er keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung mehr hat:<\/p>\n<ul data-rte-list=\"default\">\n<li>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung betr\u00e4gt 8 Wochen, wenn das Dienstverh\u00e4ltnis 1 Jahr gedauert hat.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Dieser Anspruch erh\u00f6ht sich auf 10 Wochen, wenn das Dienstverh\u00e4ltnis 15 Jahre gedauert hat.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Hat das Dienstverh\u00e4ltnis 25 Jahre gedauert, erh\u00f6ht sich der Anspruch auf Entgeltfortzahlung auf 12 Wochen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">F\u00fcr je weitere vier Wochen beh\u00e4lt der Arbeitnehmer den Anspruch auf das halbe Entgelt.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung betr\u00e4gt daher im Ergebnis maximal 12, 14 oder 14 Wochen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Ein wichtige Ausnahme besteht, wenn der Arbeitnehmer zuerst gek\u00fcndigt und erst nach der K\u00fcndigung krank wird:<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">In diesem Fall endet der Anspruch auf Entgeltfortzahlung mit dem K\u00fcndigungstermin. Die Kollektivvertr\u00e4ge k\u00f6nnen aber andere Bestimmungen vorsehen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"sqs-html-content\" data-sqsp-text-block-content>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Welche Risiken hat eine K\u00fcndigung eines Arbeitnehmers im Krankenstand f\u00fcr den Arbeitgeber?<\/strong><\/h2>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Die K\u00fcndigung ist empfangsbed\u00fcrftig:<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Dies bedeutet, dass der Arbeitnehmer die K\u00fcndigung im Krankenstand tats\u00e4chlich erhalten muss.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Zudem m\u00fcssen die K\u00fcndigungsfristen und K\u00fcndigungstermine eingehalten werden.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">K\u00fcndigungen k\u00f6nnen schriftlich und m\u00fcndlich erfolgen. Dabei ist aber zu beachten, dass manche Kollektivvertr\u00e4ge eine schriftliche K\u00fcndigung zwingend vorsehen.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">In Betrieben mit einem Betriebsrat muss der Arbeitgeber den Betriebsrat nach den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend einbinden. Ansonsten ist die K\u00fcndigung rechtsunwirksam.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Zudem kann der gek\u00fcndigte Arbeitnehmer die K\u00fcndigung anfechten.<\/p>\n<\/div>\n<style>\n      #block-f37c17366bd0d5311807 {\n        box-sizing: border-box;\n        height: 100%;\n        padding: 6% 6% 6% 6%;\n        border-radius: 0px 0px 0px 0px;<\/p>\n<p>              --tweak-text-block-background-color: <\/p>\n<p>  hsla(0, 0%, 90%, 1)\n;<\/p>\n<p>      }\n    <\/style>\n<div class=\"sqs-html-content\" data-sqsp-text-block-content>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Wann kann eine K\u00fcndigung im Krankenstand angefochten werden?<\/strong><\/h2>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Die K\u00fcndigung im Krankenstand kann, wie jede andere K\u00fcndigung auch, unter gewissen Voraussetzungen und innerhalb einer bestimmten Frist bei den Arbeits- und Sozialgerichten angefochten werden:<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Im Betrieb muss ein Betriebsrat errichtet sein oder es m\u00fcssen zumindest f\u00fcnf Arbeitnehmer besch\u00e4ftigt sein.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">In bestimmten F\u00e4llen entf\u00e4llt diese Voraussetzung (z.B. bei der K\u00fcndigungsanfechtung nach dem Behinderteneinstellungsgesetz oder nach dem Gleichbehandlungsgesetz).<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Weiters muss ein Anfechtungsgrund nach dem Arbeitsverfassungsgesetz (verp\u00f6ntes Motiv oder Sozialwidrigkeit) oder nach einem anderen einschl\u00e4gigen Gesetz (z.B. Behinderteneinstellungsgesetz oder Gleichbehandlungsgesetz) vorliegen.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Die Anfechtung einer K\u00fcndigung hat immer den Erhalt des Arbeitsplatzes zum Ziel.<\/p>\n<p class=\"\" data-rte-preserve-empty=\"true\" style=\"white-space:pre-wrap;\">\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Die Anfechtungsfrist betr\u00e4gt zwei Wochen und richtet sich danach, ob im Betrieb ein Betriebsrat errichtet ist oder nicht. <\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Als Faustregel l\u00e4sst sich sagen, dass f\u00fcr die Anfechtung einer K\u00fcndigung immer die zweite Woche die \u201egute Woche\u201c ist.<\/p>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Welche Risiken hat die gerichtliche Anfechtung einer K\u00fcndigung im Krankenstand f\u00fcr den Arbeitgeber<\/strong><\/h2>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Das Risiko von Anfechtungsverfahren liegt insbesondere darin, dass die K\u00fcndigung vom Gericht f\u00fcr rechtsunwirksam erkl\u00e4rt wird und der zu Unrecht gek\u00fcndigte Arbeitnehmer im Betrieb weiterbesch\u00e4ftigt werden muss.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Hinzu kommt, dass dem Arbeitnehmer sein Entgelt (Lohn bzw. Gehalt samt regelm\u00e4\u00dfiger \u00dcberstunden, Zuschl\u00e4ge etc.) seit dem Ende des Dienstverh\u00e4ltnisses (K\u00fcndigungstag) samt Zinsen nachbezahlt werden muss.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Dies ist besonders schmerzhaft, weil dem Arbeitnehmer Zinsen gem\u00e4\u00df \u00a7 49a ASGG und daher in H\u00f6he von 9,2% \u00fcber dem Tag nach dem Eintritt der F\u00e4lligkeit geltenden Basiszinssatz geb\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Dies gilt nur dann nicht, wenn die Verz\u00f6gerung der Zahlung auf einer vertretbaren Rechtsansicht des Arbeitgebers beruht.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">In Verfahren \u00fcber die Anfechtung einer K\u00fcndigung nach dem Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG) wegen eines verp\u00f6nten Motivs oder wegen Sozialwidrigkeit der K\u00fcndigung muss jede Prozesspartei ihre Kosten selbst tragen.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Die K\u00fcndigungsanfechtungsverfahren sind aufgrund der H\u00f6he des Streitwertes (dreifacher Jahresbruttobezug), ihrer Dauer (oft m\u00fcssen zahlreiche Zeugen einvernommen werden) und der Sachverst\u00e4ndigenkosten (bei der Anfechtung der K\u00fcndigung wegen Sozialwidrigkeit wird regelm\u00e4\u00dfig ein berufskundliches Gutachten eingeholt) sehr kostenintensiv.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Daher besteht f\u00fcr den Arbeitgeber neben dem allgemeinen Prozessrisiko auch ein enormes Kostenrisiko. Dies gilt selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr den Arbeitnehmer.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"sqs-html-content\" data-sqsp-text-block-content>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Wann kann eine K\u00fcndigung im Krankenstand wegen Behindertendiskriminierung angefochten werden?<\/strong><\/h2>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Die K\u00fcndigung muss zumindest \u00fcberwiegend aufgrund einer Behinderung erfolgt sein:<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Unter Behinderung versteht das Behinderteneinstellungsgesetz die Auswirkung einer nicht nur vor\u00fcbergehenden k\u00f6rperlichen, geistigen oder psychischen Funktionsbeeintr\u00e4chtigung oder Beeintr\u00e4chtigung der Sinnesfunktionen, die geeignet ist, die Teilhabe am Arbeitsleben zu erschweren. <\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Als nicht nur vor\u00fcbergehend gilt ein Zeitraum von mehr als voraussichtlich sechs Monaten.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Es muss also ein mehr als 6 Monate andauernder regelwidriger Gesundheitszustand vorliegen.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Ist das Dienstverh\u00e4ltnis vom Arbeitgeber wegen einer Behinderung des Arbeitnehmers gek\u00fcndigt worden, kann die K\u00fcndigung vor den Arbeits- und Sozialgerichten vom Arbeitnehmer angefochten werden.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Dabei gelten folgende Besonderheiten:<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Vor der Einbringung der Anfechtungsklage bei Gericht muss zwingend ein Schlichtungsverfahren vor dem Bundesamt f\u00fcr Soziales und Behindertenwesen (Sozialministeriumservice) durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Der Antrag auf Einleitung des Schlichtungsverfahrens muss binnen 14 Tagen ab Zugang der K\u00fcndigung gestellt werden.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Die Klage ist nur zul\u00e4ssig, wenn nicht innerhalb von einem Monat ab Einleitung des Schlichtungsverfahrens eine g\u00fctliche Einigung erzielt worden ist. <\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Kann im Schlichtungsverfahren keine g\u00fctliche Einigung erzielt werden, erh\u00e4lt der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber die Best\u00e4tigung \u00fcber das Scheitern der Schlichtung vom Sozialministeriumservice zugestellt.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Nach Zustellung dieser Best\u00e4tigung muss die Anfechtungsklage binnen 14 Tagen beim zust\u00e4ndigen Arbeits- und Sozialgericht eingebracht werden.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Der Kl\u00e4ger hat der Klage eine Best\u00e4tigung des Sozialministeriumservice dar\u00fcber anzuschlie\u00dfen, dass keine g\u00fctliche Einigung erzielt werden konnte.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Im Gerichtsverfahren muss der Arbeitnehmer glaubhaft machen, dass seine K\u00fcndigung zumindest \u00fcberwiegend aufgrund seiner Behinderung erfolgt ist.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Hingegen muss der Arbeitgeber glaubhaft machen, dass bei Abw\u00e4gung aller Umst\u00e4nde wahrscheinlicher ist, dass ein anderes Motiv als die Behinderung f\u00fcr die K\u00fcndigung des Arbeitnehmers ausschlaggebend war.<\/p>\n<\/div>\n<style>\n      #block-720eddc2996ea2fb6fd4 {\n        box-sizing: border-box;\n        height: 100%;\n        padding: 6% 6% 6% 6%;\n        border-radius: 0px 0px 0px 0px;<\/p>\n<p>              --tweak-text-block-background-color: <\/p>\n<p>  hsla(0, 0%, 90%, 1)\n;<\/p>\n<p>      }\n    <\/style>\n<div class=\"sqs-html-content\" data-sqsp-text-block-content>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Gibt es ein Kostenrisiko in Anfechtungsverfahren wegen Behindertendiskriminierung?<\/strong><\/h2>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Ja, weil in Anfechtungsverfahren wegen Behindertendiskriminierung voller Kostenersatz besteht:<\/p>\n<ul data-rte-list=\"default\">\n<li>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Der Prozesssieger erh\u00e4lt seine Prozesskosten vom Prozessgegner zur G\u00e4nze ersetzt.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Gewinnt der behinderte Arbeitnehmer den Anfechtungsprozess, dann muss ihm sein Arbeitgeber die Prozesskosten zur G\u00e4nze ersetzen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Obsiegt der Arbeitgeber, dann muss ihm der Arbeitnehmer die Prozesskosten zur G\u00e4nze ersetzen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Was sind beg\u00fcnstigte Behinderte?<\/strong><\/h2>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Darunter versteht das Behinderteneinstellungsgesetz \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrger oder diesen gleichgestellte Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50%.<\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Bei der K\u00fcndigung von beg\u00fcnstigten Behinderten gelten Sonderbestimmungen:<\/strong><\/p>\n<p class=\"\" style=\"white-space:pre-wrap;\">Die K\u00fcndigung eines beg\u00fcnstigten Behinderten darf von einem Arbeitgeber erst dann ausgesprochen werden, wenn der Behindertenausschuss gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Behinderteneinstellungsgesetz nach Anh\u00f6rung des Betriebsrates, der Behindertenvertrauensperson (Stellvertreter) oder der Personalvertretung im Sinne des Bundes-Personalvertretungsgesetzes bzw. der entsprechenden landesgesetzlichen Vorschriften zugestimmt hat. Dem betroffenen Arbeitnehmer kommt in diesem Verfahren Parteistellung zu.<\/p>\n<h2 style=\"text-align:center;white-space:pre-wrap;\"><strong>Jetzt Ihren Anwalt f\u00fcr Arbeitsrecht kontaktieren<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align:center;white-space:pre-wrap;\" class=\"\"><a href=\"\/en\/kontakt\/\">Kontaktieren<\/a> Sie jetzt Ihren <a href=\"\/en\/arbeitsrecht-anwalt-wien\/\">Spezialisten f\u00fcr Arbeitsrecht<\/a> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Dominikanerbastei+21,+1010+Wien\/@48.2111635,16.377257,17z\/data=!3m1!4b1!4m6!3m5!1s0x476d07a0798e04b7:0xc9e4dfe46c6a628e!8m2!3d48.2111635!4d16.3798319!16s%2Fg%2F11xyp3mp1d?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI1MDkxNy4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D\" target=\"_blank\">Rechtsanwalt Mag. Patrick Silber<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div\n  class=\"sqs-block-button-container sqs-block-button-container--center\"\n  data-animation-role=\"button\"\n  data-alignment=\"center\"\n  data-button-size=\"medium\"\n  data-button-type=\"primary\"\n><br \/>\n  <a\n    href=\"\/en\/kontakt\/\"\n    class=\"sqs-block-button-element--medium sqs-button-element--primary sqs-block-button-element\"\n    data-sqsp-button\n><br \/>\n    Anwalt kontaktieren<br \/>\n  <\/a>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jobverlust trotz Krankenstand Gleich am Anfang muss mit h\u00e4ufigen Irrt\u00fcmern aufger\u00e4umt werden: Eine K\u00fcndigung im Krankenstand ist erlaubt. Es gibt daher kein K\u00fcndigungsverbot und folglich auch keinen K\u00fcndigungsschutz im Krankenstand f\u00fcr den Arbeitnehmer.F\u00fcr eine K\u00fcndigung im Krankenstand ist auch kein Grund erforderlich. 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